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Fischaufstiegsanlagen |
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Inzwischen behindern 90 Querbauwerke den natürlichen Wasserweg der Elbe. Auf deutscher Seite wurde 1960 das Wehr in Geesthacht in Betrieb genommen. Erst 620 km weiter behindert die Staustufe Strekov an der deutsch-tschechischen Grenze die Durchgängigkeit des Elbestroms. |
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Staustufe / Wehr Geesthacht |
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Werden Querbauwerke gebaut wie z.B. die Staustufe in Geesthacht (Bild oben), ist das ein erheblicher Eingriff in die Natur und der dazugehörigen Fischfauna. Wie schon beim Buhnenbau gab man der Schiffbarmachung der Elbe den Vorrang. Als Alibifunktion werden gleichzeitig Fischaufstiegsanlagen geplant und gebaut, die jedoch einen natürlichen Wanderweg für den flussauf- und abziehenden Fisch nur zum Teil ersetzen können. |
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Sinn und Zweck |
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Wanderfischarten insbesondere Aal, Meerforelle, Lachs, Fluss- und Meerneunauge, Flunder, Stint und Stichling, Wandern ihrem Instinkt gehorchend bis zu 1000 Kilometer stromab ins Meer oder stromauf in die Flüsse. Zum Teil ziehen sie von der Nordsee in die Elbe, um im Strom oder in den angrenzenden Flüssen zu laichen. Umgekehrt ziehen Fische (z.B. Aal), von der Elbe zum Laichen in die Meere. Als Jungfische kehren sie dann in den Elbestrom zurück. Querbauwerke wie Schleusen, Wehre, Talsperren, Staustufen, beeinträchtigen im erheblichen Maße die Durchgängigkeit für Wanderfischarten und Fischnährtiere. Fischaufstiege sollen die Existenz der verschiedenen Fischarten sichern, indem die Wanderung der Fische in den Oberstrom der Elbe ermöglicht wird. |
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Die Fischaufstiegsanlage an der Staustufe (Wehr) Geesthacht |
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Seit April 98 ersetzt eine neue Fischaufstiegsanlage (Rauhgerinne) die ehemalige, nicht voll funktionstüchtige Fischtreppe und den Fischpass. Die Fische durchschwimmen dabei einen künstlichen Wildbach von 216 Metern Länge und überwinden so das Wehr mit einem Höhenunterschied von etwa 4,7 Metern. Störsteine (siehe Bild), sorgen für eine starke Strömung, die den aufwärts ziehenden Fisch in den Aufstieg locken soll. Die tieferen Abschnitte ohne Störsteine dienen als Ruhezonen. |
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Daten |
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Durch die Initiative der Bundesländer Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsenanhalt, Sachsen, Brandenburg und des Bundes wurde nach der Planung und dem Auftrag des Wasser- und Schifffahrtsamt Lauenburg mit dem Bau der Anlage begonnen. Die sieben genannten Bundesländer gehören zur Arbeitsgemeinschaft "ARGE ELBE" (Arbeitsgemeinschaft für die Reinhaltung der Elbe) die sich mit der ökologischen Verbesserung des Elbestroms beschäftigt. > www.arge-elbe.de < |
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Weitere Fotos der Anlage |
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Mausklick zur Vergrößerung |
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Nach einer Überprüfung der Funktionstüchtigkeit im Mai 1998 bis März 2000, kam man zum folgendem Ergebnis. In der neuen Fischaufstiegsanlage gelang der Nachweis von 32 Spezies während in den beiden alten Anlage 27 Fischarten erfasst wurden. In der neuen Anlage wurden weder Hecht, Silberkarpfen noch Bachforelle angetroffen. Angenommen wurde die Aufstiegsanlage hingegen von Graskarpfen, kleine Maräne, Lachs, Hasel, Gründling, Barbe, Wels und Flunder. Ukelei und Güster nutzten die Anlage mit deutlich höherer Akzeptanz. Nachgewiesen wurde auch der Aufstieg aus der Nordsee kommender laichreifer Lachse. Zusammenfassend entspricht die neue Fischaufstiegsanlage dem aktuellen technischen Kenntnisstand. Die Funktionstüchtigkeit als Wanderweg für aufstiegswillige Fischarten wurde zwar Nachgewiesen, jedoch währen Verbesserungen zur Optimierung der Anlage nach den Untersuchungen von "ARGE-ELBE" anzustreben. |
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Seit 2010 gibt es in Geesthacht eine neue Fischaufstiegsanlage |
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| Infos hierzu siehe >> LINK | |||
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Weiterführender Link: > www.arge-elbe.de < |
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